Hannover, ………. 2016

XY-Schule startet Anti-Cannabis-Kampagne mit „Chris und Nik“

 

Ein Blick in die Kriminalstatistik zeigt: Die weltweit am weitesten verbreitete illegale Droge Cannabis (Marihuana oder Haschisch) ist seit Jahren auch unter niedersächsischen Jugendlichen das mit Abstand am häufigsten konsumierte illegale Rauschmittel.

Landesweit haben Drogendelikte im Zusammenhang mit Cannabis seit 2007 speziell in der Altersgruppe der Minderjährigen (Kinder und Jugendliche) in besorgniserregender Weise zugenommen. Deren Fallzahlen haben sich in den vergangenen acht Jahren nahezu verdoppelt und einen absoluten Höchststand erreicht: Gab es in Niedersachsen im Jahr 2007 noch 1632 Delikte, so waren es im Jahr 2015 bereits 3292 Verstöße. Marihuana und Co. sind beliebter denn je.

Dabei sind die negativen Folgen eines regelmäßigen Cannabiskonsums, insbesondere für Kinder und Jugendliche, mittlerweile vielfach durch Studien belegt. „Kiffen“ kann gerade in dieser Risikogruppe schwerwiegende körperliche und seelische Erkrankungen sowie altersgebundene Entwicklungs- und Wachstumsstörungen hervorrufen. Familiäre, soziale und schulische Probleme sind häufige Begleiterscheinungen.

Angesichts der erheblichen Gesundheitsrisiken, die durch häufigen Konsum von Cannabis ausgehen, lehnt die Leiterin des Präventionsdezernates im Landeskriminalamt, Rita Salgmann, eine Freigabe dieser vermeintlich „weichen Droge“ zu Genusszwecken ab. „Eine Legalisierung bzw. eine Erhöhung der Eigenbedarfsgrenzen von Cannabisprodukten halte ich für unverantwortlich. Ein freier Markt für Cannabis ist eine Einladung zum Konsum und signalisiert jungen Menschen, dass eine gefährliche Substanz harmlos ist“, warnt Rita Salgmann. „Unsere Aufgabe ist es aber, vor allem gesundheitsgefährdeten jungen Menschen zu helfen und ihnen eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung zu ermöglichen.“

Um dem vorzubeugen und früh junge Menschen vom Griff zum Joint abzuhalten, startet das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen eine Kampagne zur Cannabisprävention mit dem Titel „Die Rauchmelder – Chris und Nik machen den Cannabischeck“. Das Projekt richtet sich gleichermaßen an Minderjährige, junge Erwachsene sowie Eltern und Erziehungsverantwortliche. Hauptzielgruppe sind die 10 bis 14-Jährigen, da in diesem Alter die ersten einschlägigen Erfahrungen mit Cannabis gemacht werden.

In Videospots transportieren die beiden „Story-Protagonisten“ Chris und Nik auf eine humorvolle Art und Weise Informationen rund um Hanf und Cannabis. Dadurch sollen sich die Zielgruppen umfassend informieren und die gesundheitlichen Gefahren und Risiken des Cannabiskonsums erkennen. Der so genannte „erhobene Zeigefinger“ steht dabei nicht im Vordergrund. Grundsätzlich soll der bewusste, verantwortungsvolle und nicht schädliche Umgang mit suchtgefährdenden Substanzen erzielt werden.

Zur Begleitung der Anti-Cannabis-Kampagne hat das LKA Niedersachsen zusätzlich die Internetseite www.dierauchmelder.de eingerichtet, die am 21. September online geht.

„Wir haben aktuell keine Cannabisproblematik an unserer Schule! Aber wir möchten unsere Schüler trotzdem stärken, im entscheidenden Moment „Nein“ sagen zu können. Die Schule ist schließlich ein Ort, wo Lernorientierung und Leistung zentral sind. Cannabiskonsum behindert beides: Kurzfristig werden unter anderem die Aufmerksamkeitsleistung und die Leistungsfähigkeit des Kurzzeitgedächtnisses vermindert, die beide im Lernprozess eine wichtige Rolle spielen“: sagt der Schulleiter ……………………………………… der XY-Schule.

 


 

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